Aug
05
2008

Geburtstagsgrillen mit Schärfe

Ende Juli war mein Geburtstag und am Samstag Abend, dem zweiten August habe ich das ein wenig mit Freunden im Westpark gefeiert. Grillparties sind immer gut.

Mit dem Wetter haben wir etwas pokern müssen, aber es hat alles geklappt. Ab und zu kam ein wenig Fissel, aber das war es auch schon.

Die Vorbereitungen alleine waren schon witzig. Zwei Kommilitonen haben mir zwei Tage vorher geholfen, sechs Kästen Jaeger Bier aus dem holländischen Supermarkt zu schleppen. Wenn man auf der Parkbank neben der Bushaltestelle sitzt und verbarrikadiert hinter Bierkästen auf den Bus wartet, wird man von jedem zweiten vorbeigehenden Menschen schräg angesehen. Das ist zwar eigentlich keine unnormale Ansicht, wenn man bedenkt, dass wir ja Studenten sind, aber wir konnten uns herrlich an der Tatsache belustigen, dass der Inhalt aller Glasflaschen in diesem Bierturm zusammen gerade einmal 20 Euro gekostet hat. Selbst wenn wir die drei Sitzplätze, die die Kästen im Bus eingenommen haben, hätten bezahlen müssen, hätte der Trip nach Vaals in Holland sich immer noch gelohnt!

Ich bin froh, dass alles geklappt hat, denn wenn ich Geburtstagsparties organisiere, dann ist alles perfekt geregelt, bis auf den Standort und die Gästeliste. Das mit dem Standort hat ja gerade noch so geklappt. Und dafür dass ich viele Gäste sehr spontan eingeladen habe, sind verhältnismäßig viele gekommen.

 

Fünfstöckig, zwei Kilogramm Glasur und verdammt lecker.

Fünfstöckig, zwei Kilogramm Glasur und verdammt lecker.

Die Geschenke waren dieses Jahr sehr überraschend und sehr gut. Für den Transport des Biers, der Fressalien und so weiter habe ich mich mit einem Freund verabredet, der mir mit seinem Auto ausgeholfen hat. Er kam zwei Stunden zu spät. Abends erfuhr ich dann auch wieso: Er hat mit seiner Freundin zusammen eine fünfstöckige Torte gebacken! An sich konnte man mit ihr Menschen umbringen, weil zwei Kilogramm Glasur auf ihr verteilt waren, aber kurz vor dem Tod ist man beim Verzehr verdammt glücklich, weil sie sehr lecker war. ;)

 

Das zweite Geschenk von den beiden war ein Fläschchen “Mad Dog 357″. Ich liebe scharfes Essen und war früher oft frustriert, wenn ich scharfe Soße gekauft habe, die dann entweder nicht scharf war, oder die einen ekelhaften Eigengeschmack hatte. Diese unglaubliche Teufelssoße, auf der sogar Warnhinweise angebracht sind, hält WIRKLICH was sie verspricht. Ein Tropfen davon auf dem Steak bringt die Augen zum Tränen, die Nase zum Laufen und vor allem die Mundhöhle zum Brennen. Das ist genau das richtige für mich! Ich verfeinere mittlerweile viele Speisen damit. Ist mir auch egal, ob man mir deswe

Ein Tropfen genügt...

Ein Tropfen genügt...

gen irgendwelche Sado-/Maso-Neigungen deswegen anhängt. Ich hoffe man wird nicht all zu schnell tolerant gegen so viel Schärfe.

 

Die anderen Kommilitonen schenkten mir neben zwei netten Biertulpen und einem Büchergutschein ein gutes Buch über Mikrocontroller. Zufälligerweise habe ich genau dieses Exemplar schon einmal im Buchladen näher untersucht, es aber wegen dem in dem Moment für mich zu hohen Preis nicht gekauft.

Gestern abend habe ich mich auf Wikipedia über die Einheit “Scoville”, in der die Schärfe von Soßen gemessen wird, schlau gelesen.

Sie wurde 1912 erfunden und war damals ein Maß für den Grad der Verdünnung, die man brauchte, um die Schärfe eines Stoffes nicht mehr mit den Geschmacksnerven ausmachen zu können. Normale Chilis haben etwa 100 bis 500 Scoville. Meine neue “Mad Dog 357″ Soße hat 600.000 Scoville. Pfefferspray zur Bändigung von wilden Tieren (wird aber auch von Polizeikräften mancher Länder eingesetzt) hat etwa 2.000.000 Scoville.

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Jul
06
2008

Aha-Effekt – Wettersäule

Niemand zieht in eine Stadt ein und kennt sie dann einfach so sofort. Das kommt erst mit den Jahren, klar.

Heute habe ich in Bezug auf Aachen mal wieder dazu gelernt.

Direkt neben dem Hauptbahnhof ist das Gebäude der städtischen Verwaltung. Und auf deren Dach steht ein Stahlgerüst, das die Form eines Turms mit einer Art Kugel oben drauf trägt.

Dieses Konstrukt fällt aber auch erst dann auf, wenn es langsam dämmert, denn dann beginnt es zu Leuchten. Der Turm selbst leuchtet weiß und die Kugel tut dies mal in ebenfalls weißer, manchmal aber auch in blauer und gelber Farbe.

Von der neuen Wohnung aus sehe ich diesen Turm ständig, da die Terrasse und die Küchenfenster in seine Richtung zeigen. Und ich mag diese Ansicht ganz gerne.

Allerdings fragte ich mich schon öfters, wann er wieso in welcher Farbe leuchtet und heute recherchierte ich zum ersten Mal danach. Ich fand heraus, dass es sich um einen Wetterturm handelt! Praktisch!

So interpretiert man die Lichter:

 

  • Die Kugel kann folgende Farben haben:
  1. Blau – Das Wetter ist heiter bis wolkig und trocken.
  2. Gelb – Es ist bedeckt bis wolkig, aber ohne Niederschlag.
  3. Weiß – Es gibt Niederschlag in Form von Regen oder Schnee.
  • Der Turm:
  1. Lichtsäule baut sich von unten nach oben auf – Die Temperatur steigt
  2. Lichtsäule baut ab – Die Temperatur sinkt
  3. Lichtsäule konstant – Temperatur konstant

Wenn das Licht der Kugel gleichzeitig blinkt, dann deutet dies auf eine unbeständige Wetterlage hin.

Dieser Wetterturm wurde 1956 nach Vorbild eines New Yorker Wetterturms gebaut und wird vom Wetteramt in Essen mit den Daten, die er anzeigt, versorgt.

Informationsquelle (STAWAG)

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Jul
01
2008

Der Umzug naht

Gestern war es so weit: Ich habe meine Vermieter zum Anlass der Schlüsselübergabe für die neue Wohnung wiedergesehen.

Nachdem sie mir gezeigt haben, wo die Mülltonnen sind, wie das mit der Post im Haus ist und wo die Wasser- und Stromzähler sind, hielt ich die Schlüssel dann endlich in der Hand.

Für den Transport der Waschmaschine haben sie mir sogar noch einen Sackkarren organisiert. Wie hilfreich. Das wird schließlich der anstrengendste Teil des Umzugs werden.

Auf dem Heimweg habe ich einen Nachbarn im Treppenhaus getroffen. Das war das fünfte Mal in den letzten drei Monaten, dass mir sowas passiert. Hier in der bisherigen Bude gibt es nicht so viel von dem Heimgefühl, das man vermissen würde.

Am Donnerstag wird dann der eigentliche Umzug vollzogen. Glücklicherweise helfen mir ein paar gute Kommilitonen. Dafür wird abends danach noch bei kühlem Bier auf meiner kleinen Dachterasse gegrillt. 

Bis dahin wird aber auf jeden Fall noch ordentlich Mathe für die Probeklausur am Samstag gepaukt, sowie parallel irgendwie die Kisten gepackt werden müssen.

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Jun
20
2008

Post aus HongKong

Immer wenn ich das Notebook vom Schreibtisch herunter nehme, um mich damit unters Fenster auf den Sessel zu setzen, habe ich das Problem, dass ich ja dann keine Musik mehr mit den Schreibtischlautsprechern hören kann. Wenn ich das Problem löse, indem ich die Musik nicht vom Notebook abspielen lasse, sondern vom iPod, dann muss ich aber immer aufstehen, um die Lautstärke zu verändern, das Lied zu wechseln oder die Musik einfach zu pausieren.

iPod-Docks lösen dieses Problem, denn sie haben einen Infrarot-Empfänger eingebaut, wodurch man den iPod einfach per Fernbedienung steuern kann. Damit wird das eine Problem aber nur durch ein nächstes abgelöst: So ein Dock kostet 50 Euro!!! Das kann ich mir als Student ja mal überhaupt nicht leisten.

Also durchsuchte ich vor zwei Wochen Ebay-Auktionen. Vielleicht gibt es sowas in gebraucht oder in nicht-Original. Letzteres traf zu: Ein gefälschtes Dock aus HongKong, das so aussieht wie das Original, welches aber nur drei Euro kostet. Plus sechs Euro Versand. Das macht also neun Euro und zwei Wochen warten.

Ich beschloss, das mal auszuprobieren, denn ich habe noch nie etwas direkt aus HongKong bestellt. Da ich es an meine Kölner Adresse schicken lassen habe, kam ich erst heute dazu, das Paket zu öffnen, da ich heute in Köln bin.

Was sofort auffällt und ziemlich interessant ist, ist die Tatsache, dass hinten auf dem Zollschein steht, dass die Sendung als Geschenk deklariert ist. Wenn der Zoll das so durchgehen lässt, dann ist das natürlich die günstigste Art und Weise, Waren nach Europa zu schicken.

Was mir dann aber zusätzlich auffiel: Der Warenwert (“EUR 2.00″) und die Unterschrift ganz unten (“RAP”) sind gedruckt, sehen aber nach Handschrift aus. Die Warenbeschreibung allerdings ist eindeutig mit der Hand geschrieben.

Scheinbar deklariert diese Firma den Warenwert jeder Sendung ins Ausland so und füllt lediglich das Feld “Quantity and detailed description of contents” mit der Hand aus.

Zum Produkt selbst: Man spürt das schon ein wenig, dass es sich um Billigplastik handelt, aber es funktioniert alles perfekt. Die Fernbedienung verrichtet auch fehlerfrei ihren Dienst.

Allerdings hörte man laut und deutlich im Gehäuse etwas wackeln, wenn man das Dock bewegt. Ich habe es auseinander geschraubt und festgestellt, dass eine metallische Platte im Boden verbaut ist, die das Dock mit ihrem Gewicht standfester machen soll. Das war der Übeltäter, da sie nur wackelig eingeklemmt war. Mit ein wenig Kleber ließ sich das Problem lösen. Es fühlt sich nun solide an. Pfennig-gefuchst! ;)

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Mai
30
2008

Typisch Amt

Von Januar bis März habe ich als Software-Entwickler gearbeitet, da ich Geld für mein Studium brauche. Die Finanzierung wird nämlich schwierig.

Völlig abgesehen davon habe ich dann kurz nachdem ich nach Aachen gezogen bin, eine Steuernummer beim Aachener Finanzamt beantragt (Weil es in Köln nicht geklappt hat wegen ein paar Fehlern meinerseits und ich es in Aachen neu versuchen wollte da ich ja jetzt dort wohne). Dann brauchte man dort einen Monat, um mir bescheid zu sagen, dass ich das Formular nicht ganz richtig ausgefüllt habe und man von mir eine Korrektur erwartet.

Interessant ist, dass in einem Brief, für den man sich dort wohl einen Monat Zeit gelassen hat, eine Frist von weniger als zwei Wochen zum Antworten angegeben ist. 

Das mit der Korrektur war mit einem Telefonat erledigt, bei dem man mir sagte, dass ich in zehn Tagen meine Steuernummer haben werde. Nach zehn Tagen hatte ich meine Steuernummer noch nicht. Noch eine Woche später immer noch nicht. Nach mehr als der doppelten Zeit landete die Steuernummer dann so langsam per Brief in meinem Briefkasten und zwei Monate nach der Beantragung kann ich endlich legal Rechnungen schreiben.

Beamte. Wenn meine Kinder sowas mal werden wollen, dann kommen sie ins Heim.

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Mai
25
2008

Ab zu LIDL

Gerade eben habe ich beim Herumlesen folgendes entdeckt: Kassenbug bei LIDL

Der Fehler tritt auf, wenn Sie an der Kasse Waren im Wert von 0 Euro (Null Euro) bezahlen. Dann streikt das System.

Das kann man sicherlich leicht erreichen, wenn man ein paar Pfandflaschen abgibt und für genau den Pfandwert, den man zurück bekommt, etwas einkaufen möchte. Dann passiert folgendes:

[...]die Kasse streikt und ruft nach “Autorisierung”.

Wer sich einen fiesen Spaß erlauben will und ein bisschen zu viel Zeit hat, geht mit so vielen Freunden zu LIDL, wie es dort Kassen gibt. ;)

Im verlinkten Blog-Eintrag ist weiter zu lesen, dass LIDL wahrscheinlich das Geld für die Korrektur nicht aufbringen möchte. Die Kassierer kennen das Problem nämlich bereits. Seit November 2007.

Und es hat sich sogar eine StudiVZ-Gruppe um dieses lustige Kassenproblem gebildet.

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Mai
24
2008

Riesen Bananenschießerei am Elisenbrunnen

Der Flashmob war ein voller Erfolg. Und es war verdammt lustig!

Fotos: http://picasaweb.google.de/jph.buschmann/Flashmob/photo?authkey=T7oZezlqWFk

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Mai
23
2008

Bananen-Flashmob in Aachen

Am Samstag, dem 24.5. ist es so weit:Flashmob in Aachen
Eine Bananenschießerei in Aachen am Elisenbrunnen. Genauer (Quelle):

Um 14.00 Uhr begegnen sich Jay und Jenny am Elisenbrunnen. Das Erkennungszeichen ist der Standort. Wir werden uns zwischen den Säulen und dem Brunnen treffen (nicht auf der Empore, sondern auf dem Platz), demnach recht zentral, sodass wir von allen Seiten aus gesehen werden koennen. Eine Abbildung kommt aber noch. Sobald wir dann aufeinander zielen, habt ihr Zeit um eure Bananen zu zücken und jemanden unter Beschuss zu nehmen. Das alles läuft wie eine Kettenreaktion ab. Cool wäre es, wenn ihr euch um uns herum irgendwie aufstellen würdet, sodass es auch optisch toll aussieht (dennoch gut verteilt). Als Vorlage für diesen Flashmob nehmen wir die X-Box-Werbung, nur mit Bananen: 

http://de.youtube.com/watch?v=34KxmCQD0V8 

Sobald einer von uns beiden dann abgeschossen wird (oder beide) seid ihr frei, jeden, der unter eurem Beschuss ist und an dem Flashmob teil nimmt abzuknallen. Bedingung ist hierbei, dass ihr bei jedem Schuss den ihr macht, PENG oder BANG sagt / schreit / ruft. 

Ich werde morgen dort sein. Das wird ein Spaß.

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