OS X Spotlight stark beschleunigen
Unter OSX gibt es so etwas wie
ein “Startmenü” nicht. Wenn man eine Applikation starten will, dann öffnet man mit Finder einfach den /Applications-Ordner und doppelklickt auf die gewünschte Applikation oder man drückt die Tastenkombination ⌘-Leertaste und gibt die ersten paar Buchstaben seiner Applikation ein. Wenn sie sofort gefunden wurde, drückt man nur noch Enter und sie wird gestartet. Das hat sich bei mir so stark zur Gewohnheit gemacht, dass ich teilweise keinen Dateibrowser mehr benutze (für Dateisystem-Operationen ist das Terminal sowieso benutzerfreundlicher), was wiederum erlaubt zu hinterfragen, ob man so etwas als Benutzer in Zukunft überhaupt wirklich braucht wenn solche Konzepte wie Spotlight sich noch etwas weiterentwickeln.
Spotlight holt seine Informationen aus einer Datenbank. Diese Datenbank hält einen Index über alle Dateien auf der Festplatte bereit und wird von Hintergrundprozessen ständig aktuell gehalten.
Allerdings ist Spotlight manchmal langsam. Ich definiere “langsam” in diesem Fall mit “die Ergebnisse erscheinen nicht sofort“. Das kommt einerseits daher, dass der Hintergrundprozess, der die Datenbank aktuell hält, bei manchen Ordnern extrem viel zu tun hat, da sich dort ständig vieles ändert. Andererseits kommt es daher, dass Suchen in großen Datenbanken geringfügig länger dauert, als in kleinen. Die Laufzeit steigt zwar nicht linear mit der Datenbankgröße (Datenbanken verfügen über einige sehr ausgeklügelte Suchalgorithmen), aber sie steigt.
Googlen und Ausprobieren hat mir heute die Erkenntnis gebracht, dass es da gewisse Ordner gibt, nach deren Inhalten man eigentlich nie sucht, die sich aber laufend ändern. Wenn man sie von der Indizierung ausschließt, dann lässt Spotlight sich dadurch verblüffend gut beschleunigen.
Man geht folgendermaßen vor: Klick auf -> Systemeinstellungen -> Spotlight -> Privatsphäre. Mit einem Klick auf “+” kann man nun Ordner hinzufügen, die dann später von Spotlight nicht mehr berücksichtigt werden.
Hier fügt man nun die Ordner “~/Library/Application Support” und “~/Library/Caches” hinzu (~ ist eine Abkürzung für den eigenen Home-Ordner). In diesen Ordnern ändert sich ständig einiges und als normaler Benutzer schaut man sowieso praktisch nie in die dort liegenden Dateien.
Da ich als Software-Entwickler haufenweise SDKs und Frameworks installiert habe, werde ich bei fast jedem Stichwort von Spotlight mit gefundenen Header-Dateien überflutet. Das bleibt aus, wenn man einfach grob “/Library” und unter “/Developer” alles außer “/Developer/Applications” in die Sperrliste hinzufügt.
Wer “Fink” benutzt (Ein Paketmanager für freie Software für OS X), wird “/sw” zur Liste hinzufügen wollen.
Der zur Datenbank gehörende Hintergrundprozess passt sein Vorgehen beim Indizieren nun automatisch daran an. Die Datenbank muss nicht neu aufgebaut werden.












